Das Haus ist genial für

"Ihre Kinder"

die Kinder sind ausgeflogen

Eltern – Allein zu Haus

 

 

Eine Geschichte über ein Ehepaar aus dem Allgäu.

Renate L. ist ein wenig bedrückt in letzter Zeit. Sie will es zwar nicht zugeben, aber der Auszug der beiden erwachsenen Kinder Lukas und Marlene macht ihr einigermaßen zu schaffen. Vor allem die plötzliche Stille in dem geräumigen Haus legt sich ihr auf die Stimmung.

 

Auch an Ehemann Markus geht der Auszug der Nachkommenschaft nicht spurlos vorüber. Zwar ist er durch den Beruf, seine Hobbys und sein soziales Engagement ständig in Bewegung. Aber abends, mit Renate am Esstisch, fühlt er die Veränderung fast körperlich. Als wäre ihm seine Haut zu groß geworden.

 

“Wir müssen wirklich darüber reden”, sagt Renate wieder. Markus nickt nur stumm. Innerlich gibt er seiner Ehefrau recht. Es ist nur eben so bedrückend, sich die aktuelle Situation bewusst zu machen.

Bei der gemeinsamen Wanderung am Sonntag nimmt Renate einen neuen Anlauf. “Glaubst du, dass wir uns an die Leere im Haus gewöhnen werden?”

 

Markus braucht einige Sekunden für die Antwort. “Denke schon, irgendwann.”

“Wirklich?”

Es sieht seine Frau an. “Du glaubst nicht?”

“Wir haben das Haus für vier Personen gebaut, mehr sogar, wenn Kinder kommen. Und jetzt …”

“Jetzt gehen die Kids ihre eigenen Wege”, vervollständigt er Renates Gedanken.

Sie gehen eine Weile schweigend nebeneinander her. “Sollen wir wegziehen?”, sagt er nach einer Weile.

“Capdepera?” Die reizvolle Stadt auf Mallorca mit ihrer großen deutschen Gemeinde war schon oft

 

Gesprächsgegenstand zwischen ihnen gewesen, wenn es um die Zukunft ging.

“Warum nicht?”

“Aber dann sehen wir die Kinder überhaupt nicht mehr.”

“Wieso? Die können uns doch besuchen, wann immer sie wollen.”

Renate seufzt. “Ob sie das tun werden? Du siehst ja, sie haben ihren eigenen Plan.”

 

Wieder legen Sie ein Stück des Wegs schweigend zurück, beide in ihre eigenen Gedanken versunken.

Renate bleibt stehen, blickt auf ihren Mann, der ebenfalls stehen bleibt. “Und wenn wir das Haus verkaufen und dann als Mieter einziehen?”

 

Markus überlegt. “Finanziell könnte das Sinn machen. Aber kleiner wird das Haus davon auch nicht.”

“Auch wieder wahr.” Sie nehmen ihre Wanderung wieder auf.

“Wir könnten einen Untermieter hereinnehmen”, schlägt Markus vor.

Renate rümpft die Nase. “Einen Unbekannten? Wer weiß, was uns da ins Haus schneit.”

 

Sie nähern sie einer Waldlichtung. “Am liebsten würde ich zu den Kindern ziehen”, bricht es aus Renate heraus.

Markus lächelt. “Glaubst du, ich nicht? Aber du siehst ja, wohin ihre Reise geht. Was glaubst du wohl, was sie zu unserem Vorschlag sagen werden, nachdem sie gerade erst ausgezogen sind?”

“Schon gut, war nur ein Gedanke.”

 

Nachdenklich gehen sie nebeneinander her. “Vielleicht könnten wir umbauen”, sagt Markus.

“Umbauen? Wie meinst du das?”

“Na ja, man könnte das Gästezimmer und das Gästebad räumlich vom übrigen Haus abtrennen und mit einem eigenen Eingang versehen. Dann hätten wir eine Einliegerwohnung, die wir vermieten könnten.”

“Und das Haus wäre nicht mehr so riesig und geisterhaft”, murmelt Renate.

“Was?”

“Nichts. Im Prinzip keine schlechte Idee, aber das würde uns Einiges kosten, nicht wahr?”

“Das stimmt schon, aber dafür hätten wir dann die Mieteinnahmen.”

“Lohnt sich das überhaupt?”

 

Markus überlegt. “Das müsste man erst einmal sauber durchrechnen.”

“Vielleicht sollten wir auch mit einem Immobilienfachmann reden.”

 

Markus nickt. “Gute Idee. Der könnte uns bei der Berechnung unterstützen, auch bei der erzielbaren Miete.”

“Und Mieter könnte er auch für uns finden.”

 

Markus sieht seine Frau an. “Also, den Umbau behalten wir mal im Hinterkopf. Was gäbe es noch für Möglichkeiten?”

 

Inzwischen haben sie die Lichtung erreicht und betreten den schattigen Waldweg. “Wir könnten verkaufen”, sagt Renate.

“Was, das Haus?”

“Was denn sonst?”

 

Schweigend gehen sie den Waldweg entlang. Der Gedanke an den Verkauf ihres Familiensitzes fällt Markus nicht leicht. Zu viele wehmütige Erinnerungen sind mit dem Bau und der Nutzung des Hauses verbunden. Schließlich sind beide Kinder darin groß geworden. Auf der anderen Seite – es steckt viel Vernünftiges in dem Gedanken.

 

Innerlich muss Markus seiner Frau recht geben. Ein Haus, das zu groß geworden ist, sollte man nicht halten, auch nicht aus emotionalen Gründen. Neben dem Unwohlsein, das sich beim Bewohnen einstellt, sind da auch noch beträchtliche finanzielle Aspekte, die zu berücksichtigen sind.

“Was hältst du davon?”, hakt Renate nach.

“Und wo sollen wir dann hin?”, fragt Markus, um Zeit für seine Antwort zu gewinnen.

“Na ja, wir könnten in der Gegend etwas Kleineres kaufen.”

“Du meinst eine Wohnung?”

“Ja, oder ein kleineres Haus, warum nicht?”

 

Markus überlegt. “Den Verkaufsüberschuss könnten wir für die Vermögensbildung verwenden.”

“Auch für die Kinder”, ergänzt Renate.

 

Markus lächelt. “Sicher, Schatz, auch für die Kinder.”

“Wenn wir ein kleineres Haus kaufen, hätte das noch einen Vorteil”, bemerkt Renate.

“Und der wäre?”

“Dann gäbe es eine Immobilie für ihre Kinder.”

“Unsere Enkel, meist du wohl?”

Nun lächelt auch Renate. “Genau die.”

 

Markus streicht Renate über die Wange. “Du bist und bleibst eine unerschütterliche Optimistin.”

“Warum auch nicht?” Sie nimmt seine Hand. Gemeinsam setzen sie ihren Weg fort.

“Wir brauchen einen Experten”, sagt Renate.

“Wie bitte?”

 

“Einen Immobilienexperten. Jemand, der Erfahrung mit Immobiliengeschäften hat. Wenn ich an den ganzen Stress denke – Käufer für das Haus finden, neues Haus oder neue Wohnung suchen, der ganze bürokratische Kram, der Notar – da kommt mir jetzt schon das Grausen.”

“Und eine professionelle Bewertung für unser Haus brauchen wir auch, um den richtigen Verkaufspreis zu ermitteln.”

 

Nach einer Biegung erscheint der Waldrand vor ihnen. “Eben. Ich denke, wir sollten nicht mehr lange warten. Das Problem erledigt sich nicht von selbst.”

“Hast recht, Schatz.”

“Rufst du morgen an?”

 

Er lacht. “Na, du hast es aber eilig.”

“Wie ich schon sagte – das Problem erledigt sich nicht von allein.”

“Na gut, du hast ja recht. Morgen rufe ich an.”

“Bestimmt?”

“Ganz bestimmt. Du kannst ja zuhören.”

 

Nachdem sie die letzten Bäume hinter sich gelassen haben, erstreckt sich eine mit bunten Blumen übersäte Bergwiese vor ihnen, in strahlendes Sonnenlicht getaucht. Im Hintergrund grüßt ein idyllischer Berghof herüber.

Renate hat das Gefühl, dass sich eine Last von ihrer Brust gehoben hat. Endlich gibt es eine Perspektive. Sie zeigt auf den Berghof.

 

“Lust auf eine Brotzeit?”

 

“Da fragst du noch?” Gemeinsam setzen sie ihren Weg fort.

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